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Kenianischer Kaffee

Kaffeeanbau in Kenia

Kurze Geschichte des Kaffeanbaus

Trotz seiner Nähe zum "Geburtsort des Kaffees", Äthiopien, wurde der Kaffeeanbau relativ spät in Kenia eingeführt - zunächst von schottischen Missionaren und dann kommerziell um 1900. Trotz des späten Starts ist Kenia heute dafür bekannt, einige der besten Kaffees in der Welt hervorzubringen. Nichtsdestotrotz steht Kenias Kaffeesektor vor einer Reihe großer Herausforderungen was die Zukunft des Kaffeanbaus angeht, denn niedrige Kaffee-Preise am Weltmarkt in Verbindung mit dem Klimawandel und dem Bevölkerungswachstum haben die Kaffeeproduktion in den letzten zehn Jahren stark beeinträchtigt.

Die kommerzielle Produktion begann also zunächst auf großen britischen Farmen während der Kolonialzeit. Nach dem Mau-Mau-Aufstand 1954, der 1963 zur Unabhängigkeit des Landes führte, wurde der Kaffeesektor (einschließlich Produktion) vor allem an Kenianer übergeben. Heute liegen die Hauptanbaugebiete des Landes im Zentralen Hochland - auf dem Hochplateau nördlich und nordöstlich von Nairobi, an den Südhängen des Berges. Kenia im Norden und in den Ausläufern der Aberdare Mountains im Westen. Der Großteil des Kaffees des Landes (rund 55 Prozent) wird von mehr als 600.000 Kleinbauern produziert, die in mehreren hundert Genossenschaften organisiert sind. Die übrige Produktion des Landes erfolgt durch mittlere und große Ländereien, von denen viele eigene Nass- und manchmal auch Trockenmühlen betreiben.

In den 1950er Jahren wurden mehrere äußerst erfolgreiche Hybriden von Scott Laboratories eingeführt, die den ursprünglichen französischen Bourbon-Stoff, der aus dem benachbarten Äthiopien nach Kenia gebracht worden war, weitgehend ersetzt hatten. Die bekanntesten sind SL ("Scott Laboratory") 28 und SL34, beides Bourbon-Sorten, die Kenia den unverwechselbaren großen Körper und weinige Johannisbeernoten verleihen, für die es berühmt ist. Andere Sorten, wie Batian und Ruiru 11 (beide sind bekannt für ihre Resistenz gegen die Kaffeeberberkrankung, eine weitere Herausforderung in Kenias Kaffeesektor), werden immer prägnanter.

 

Ende 2006 ermöglichten neue Rechtsvorschriften, dass Kaffeeverkäufe direkt zwischen Erzeugern und Käufern ausgehandelt werden konnten. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Auktionsplattform obligatorisch. Dieses neue System, bekannt als "zweites Fenster", war das Ergebnis des Drucks einiger Landwirte und Genossenschaften, die zurecht die Meinung vertraten, dass das Auktionssystem die Existenz einer langen Kette von Zwischenhändlern fördere, die das Einkommen der Landwirte unterhöhle. Unterstützer des "Auktionssystems" behaupten jedoch, dass die Auktion einen hocheffektiven Mechanismus zur Preisfindung fördere und dass Korruption auf kooperativer Management-Ebene oft das wahre Hindernis für die niedrigen Erträge seien, die die Produzenten erhielten.

Die Regierung hat mehr als 30 unabhängige Marketing-Agenten lizenziert, die nun unter Ausblendung des Auktionssystems direkt an ausländische Käufer von grünem Kaffee verkaufen dürfen. Bis zu dieser Änderung im Jahr 2006 war der gesamte kenianische Kaffee bei der Auktion durch eine Handvoll Marketingagenten verkauft worden, die vom Erzeuger eine Gebühr für ihre Dienstleistungen verlangten. Diese neuen Lizenznehmer müssen bestimmte Kriterien erfüllen, bevor sie ihre Lizenz erhalten - einschließlich Speicherstandards und einer Bankgarantie, um sicherzustellen, dass die Landwirte bezahlt werden.

Heute haben viele Kleinbauern Kenias noch keinen direkten Weg zum internationalen Markt gefunden, obwohl sich diese Situation allmählich ändert. Das Versteigerungssystem läuft parallel weiter, ist für alle Produzenten offen und es werden 85-95 Prozent des kenianischen Kaffees noch so verkauft.

Kenianischer Kaffee

Einzigartiges Geschmacksprofil

Die Lage am Äquator ermöglicht zwei Ernten pro Jahr. Die Kaffees werden in der Regel vollständig gewaschen und dann in der Sonne auf erhöhten Trockensieben getrocknet - häufig als "afrikanische Betten" bekannt.

 

Die kenianischen Kaffeebohnen sind bekannt für ihren durchweg kräftigen Geschmack, ihre feine, zurückhaltende Säure und ihr angenehmes Aroma. Sie haben einen ausgesprochen hellen Geschmack mit komplexen Frucht- und Beerentönen.


Region: Kenia
Anbauhöhe: 1.700 - 1.800 Meter
Sorte: Arabica
Erntezeit: November - Dezember
Mahlprozess: Vollständig gewaschen, sonnengetrocknet auf erhöhten Betten
Aroma: Frisch, Blumig
Geschmack: Bergamotte, Beeren, Zitronengras
Körper: Reich, Schwer
Säure: Hell


Kenianische Kaffees gehören  zu den besten Arabica-Kaffees weltweit und weisen ein beeindruckendes Spektrum an Aroma- Nuancen auf. Abhängig von der Region, den gepflanzten Sorten und den Verarbeitungsmethoden entstehen so unverwechselbare Kaffees, die sich in der Coffee Community internationaler Beliebtheit erfreuen.
 
Bekannt sind kenianische Kaffees vor allem für ihre fruchtige Süße und einen kraftvollen Charakter und so zeigen sie in der Verkostung runde eine Präsenz,sowie intensive Aromen mit einem ausgeprägten  trockenen, weinigen Nachgeschmack, der dem äthiopischen Harrar ähnlich ist, aber vollmundiger im Nachgeschmack.


Ein guter Kenia-Kaffee ist lebhaft, aber geradlinig und bringt keine subtilen, zarten Noten hervor. In der Regel ist er sehr ausgewogen, besonders Zitrusnoten können vorhanden sein, sogar Pfeffer, zusammen mit Noten von Brombeeren.

 

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